Basiswissen Ozon

Lunge besonders betroffen

Bei tiefer bzw. häufiger Einatmung (etwa bei Sport) kann Ozon bis in die tiefen Abschnitte der Lunge gelangen und dort Gewebe schädigen sowie Entzündungsvorgänge auslösen. Während sich die Lungenfunktionswerte im Allgemeinen spätestens 48 Stunden nach Ende der Ozonexposition wieder normalisieren, bilden sich die entzündlichen Reaktionen des Lungengewebes nur zum Teil zurück. Damit ist das Lungengewebe quasi vorgeschädigt. Eine Sensibilisierung durch chemische und biologische Allergene ist somit möglich. Die Auslösung allergischer Symptome kann begünstigt werden.

Insbesondere Personen mit überempfindlichen Bronchien, schweren Erkrankungen der Atemwege oder des Herzens sowie Asthmakranke sollten genau die Entwicklung der Ozonwerte in ihrer Region verfolgen. An etwa 300 Messstationen wird hierzulande die Ozonkonzentration in der Luft gemessen und von den zuständigen Landesbehörden online veröffentlicht. Das Umweltbundesamt (UBA) publiziert aktuelle Ozondaten für ganz Deutschland (auch als Gratis-App erhältlich) und stellt Publikationen zur Luftbelastung kostenfrei zum Download zur Verfügung (s. Literaturtipp).

Literaturtipp

Umweltbundesamt (Hrsg.), U. Dauert, S. Feigenspan, A. Minkos, M. Langner: Luftqualität 2014. Dessau-Roßlau, 2015

In diesem Hintergrundpapier gibt das Umweltbundesamt eine erste, vorläufige Bewertung der Luftbelastungssituation des Jahres 2014 (Stand 21.1.2015).

als pdf für jedermann kostenfrei downloadbar http://www.umweltbundesamt.de/publikationen

Erreichen die Ozonwerte die sensible Schwelle, sollten stark beanspruchende Anstrengungen im Freien vor allem zur Mittagszeit und am Nachmittag vermieden werden. Säuglinge und Kleinkinder gelten als Risikogruppe an sich, da sie im Bezug auf ihre Körpergröße ein relativ erhöhtes Atemvolumen haben und besonders empfindlich auf Veränderungen der sie umgebenden Atemluft reagieren.

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