Basiswissen Hyposensibilisierung

Allergietests

Hauttests spielen bei der allergologischen Diagnostik neben den In-vitro-Testungen eine wichtige Rolle. Bei der Hauttestung werden die Allergene nach Reinigung der Haut mit Alkohol oder Seife direkt auf die Haut des Patienten am Unterarm aufgetragen.

Man unterscheidet folgende Tests:

  • Reibtest
  • Scratchtest
  • Pricktest (s. Abb. 2)

Handhabung der Lanzette beim Pricktest. Nach Auftragen der Allergene auf vorher markierte Hautstellen wird die Haut mit einer Lanzette, die eine Spitze von 1mm Länge aufweist, oberflächlich eingestochen.

Abb. 2: Handhabung der Lanzette beim Pricktest. Nach Auftragen der Allergene auf vorher markierte Hautstellen wird die Haut mit einer Lanzette, die eine Spitze von 1mm Länge aufweist, oberflächlich eingestochen. (© ImagePoint.biz)

Intrakutantests können durchgeführt werden, wenn der Verdacht auf eine Sensibilisierung besteht, der Pricktest aber negativ ausgefallen ist. Dazu werden 0,02-0,05 ml einer Testlösung mithilfe einer Spritze in die Haut appliziert, so dass sich eine kleine Quaddel bildet.

Weiterhin besteht die Möglichkeit zur Bestimmung der IgE-Antikörper im Blutserum des Patienten. Hier lassen sich Gesamt-IgE sowie spezifisches IgE und IgG analysieren.

Funktions- und Provokationstestungen (nasale Provokation, Lungenfunktionsdiagnostik, bronchiale Provokation, Insektenstichprovokation) werden zum einen dann durchgeführt, wenn Anamnese und Hauttests nicht hinreichend zur Befunderhebung beitragen konnten. Zum anderen werden diese Tests auch zur Indikationsstellung für eine Hyposensibilisierung herangezogen.

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