Basiswissen Atopische Dermatitis

Therapeutika

Die heute bei atopischer Dermatitis angewendeten Therapeutika schließen sowohl äußerlich als auch systemisch anwendbare Medikamente ein. Bei akuten oder chronischen Ekzemen ist die antiinflammatorische Therapie unverzichtbar. Bei moderaten bis schweren Erkrankungen können bei entsprechender Basis-Hautpflege Intervallbehandlungen mit niedrig dosierten topischen Glukokortikosteroiden unter Umständen akute Schübe verhindern oder mildern.

Chronische oder chronisch rezidivierende Ekzeme sollten zusätzlich antiseptisch behandelt werden. Bei Ekzemen mit deutlicher bakterieller Superinfektion ist gegebenenfalls eine systemische Antibiose angezeigt. Die Linderung des Juckreizes ist ein weiteres wichtiges Therapieziel, um die Lebensqualität des Patienten zu verbessern.

Die Therapieempfehlungen in der Neurodermitis-S2-Leitlinie von 2009 sind nur zum Teil durch randomisierte klinisch kontrollierte Studien (RCT) belegt. Viele beruhen auf Studien mit geringerer Evidenz oder der klinischen Erfahrung und sind das Ergebnis eines Konsensverfahrens in der verantwortlichen Arbeitsgruppe [Werfel et al. 2009].

Aktuelles aus der Themenwelt

Allergiker für Studie gesucht

Die Stiftung ECARF (European Centre for Allergy Research Foundation) sucht Allergiker für eine Online-Studie. Getestet werden soll ein neues Nahrungsergänzungsmittel. Hintergrund Offenbar scheint es zwischen dem Leben auf einem Bauernhof und dem Auftreten von...

mehr lesen

Zusätzliche Feinstaubbelastung durch Feuerwerk an Silvester

Der Deutsche Allergie- und Asthmabund e. V. (DAAB) rät Asthmatikern, Allergikern sowie Kindern und älteren Menschen Massenveranstaltungen, auf denen Feuerwerkskörper abgebrannt werden, fern zu bleiben oder das Feuerwerk mit ausreichend Abstand zu betrachten. Das...

mehr lesen


Blogarchiv