Basiswissen Atopische Dermatitis

Phototherapie

Die Phototherapie kann adjuvant in Kombination mit topischen Kortikosteroiden oder – bei mäßig ausgeprägter atopischer Dermatitis – auch allein eingesetzt werden. Empfohlen wird eine UVB-Therapie bei mittelgradig ausgeprägter Neurodermitis und eine Hochdosis-UVA-1-Therapie im akuten, schweren Schub [Werfel et al. 2009].

Zusätzliche Maßnahmen

Eine interdisziplinäre Neurodermitis-Schulung wird für Eltern mit Kindern in der Altersgruppe 0–7 Jahre sowie für Kinder ab 7 Jahren, Jugendlichen und deren Familien und Erwachsenen mit chronischer bzw. chronisch rezidivierender Neurodermitis empfohlen. Psychotherapeutische Maßnahmen und insbesondere verhaltenstherapeutische Ansätze können bei der Krankheitsverarbeitung helfen und sogar eine Verbesserung des Schweregrads erwirken [Ring et al. 2012, Werfel et al. 2009].

Bei einer Minderheit von Kindern lässt sich eine klinisch aktuelle Allergie gegen Nahrungsmittelkomponenten (vor allem Milch und Hühnerei) nachweisen. In Fällen nachgewiesener klinischer Nahrungsmittelallergie ist eine auf ein bis zwei Jahre befristete gezielte Eliminationsdiät zu empfehlen. Die Eliminationsdiät sollte von einer Ernährungsfachkraft zusammengestellt werden, um eine Fehl- oder Mangelernährung zu vermeiden. Danach muss die klinische Aktualität der Allergie erneut mittels einer doppelblinden placebokontrollierten Provokation des verdächtigten Nahrungsmittels überprüft werden [Ring et al. 2012, Werfel et al. 2009].

Eine Reduktion der Belastung durch Hausstaubmilben, zum Beispiel durch Encasing der Bettwäsche, ist bei Patienten mit entsprechender Sensibilisierung anzuraten. Einigen Patienten verschafft das Tragen spezieller antiseptischer Unterwäsche eine Linderung der Beschwerden [Werfel et al. 2009].

Aktuelles aus der Themenwelt

Anaphylaktische Reaktion beim Zahnarztbesuch

Eine Routineuntersuchung beim Zahnarzt wurde für ein zwölfjähriges Mädchen aus Australien beinahe zum Verhängnis. Das Kind hatte mehrere Nahrungsmittelallergien, auch eine Milchallergie. Die Mutter des Mädchens hatte diese zuvor alle gegenüber dem Zahnarzt angegeben....

mehr lesen

Übergewichtige Asthmatiker profitieren von weniger Kalorien

Fettleibigkeit erhöht das Risiko für Asthma und beeinflusst die Krankheitskontrolle, Lungenfunktion und Lebensqualität der Betroffenen. Die Ergebnisse einer brasilianischen Studie zeigen, dass bei stark übergewichtigen (BMI ≥ 30) Asthmatikern eine Begrenzung der...

mehr lesen


Blogarchiv