Basiswissen Atopische Dermatitis

Lebensqualität

Die Erkrankung ist selbst bei milden Verlaufsformen für die Betroffenen mit erheblichen Einschränkungen der Lebensqualität verbunden [Werfel et al. 2009]. Der quälende Juckreiz kann zu Schlafstörungen und damit zu Konzentrationsschwäche und Leistungseinbußen in Schule und Beruf führen. Zeitraubende Hautpflegemaßnahmen, Diätvorschriften bei einer bestehenden Nahrungsmittelallergie und die Vermeidung von Allergenen und Provokationsfaktoren (s. u.) erschweren das Alltagsleben der Betroffenen. Die Hautveränderungen können eine Stigmatisierung und soziale Isolation des Patienten zur Folge haben, die insbesondere Kinder und Jugendliche nur schwer verarbeiten können [Ring 2011]. Eine prospektive über zehn Jahre laufende Studie mit Kindern, die bereits im frühen Alter an Neurodermitis litten, konnte zeigen, dass die erheblichen Belastungen durch die Krankheit, insbesondere der Schlafmangel durch den Juckreiz, auch Auswirkungen auf die Psyche haben kann. Im Alter von 10 Jahren litten diese Kinder häufiger als eine Kontrollgruppe von Altersgenossen ohne atopisches Ekzem unter einem Aufmerksamkeits-Hyperaktivitäts-Syndrom, emotionalen Problemen und Verhaltensauffälligkeiten [Schmitt et al. 2011].

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