Basiswissen Atopische Dermatitis

Diagnose der atopischen Dermatitis

Bei der Anamnese sollte gezielt nach Hinweisen auf atopische Erkrankungen beim Patienten selbst oder seinerFamilie gefragt werden. Meist erlaubt die Anamnese gemeinsam mit dem klinischen Bild, das bei der Untersuchung des gesamten Hautorgans erhoben wurde, eine Diagnose. Eine sorgfältige und ausführliche Befunddokumentation ist für die Einstufung des Schweregrades und die Bewertung des Krankheitsverlaufs bzw. des Therapieerfolges von großer Bedeutung. Mögliche Auslöser für akute Schübe sind gezielt zu erfragen.

Es gibt derzeit weder Laboruntersuchungen noch histopathologische Untersuchungen, die eine atopische Dermatitis eindeutig nachweisen [Ring et al. 2012; Werfel et al. 2009]. Auch die Untersuchung auf erhöhte IgE-Spiegel (gesamt oder allergenspezifisch) ist nicht zielführend, weil die Neurodermitis nicht zwangsläufig mit einer gesteigerten IgE-Synthese verbunden ist. Man spricht in diesen Fällen von einer intrinsischen Neurodermitis im Gegensatz zu extrinsischen Neurodermitis, bei der es zu einem Anstieg von IgE im Serum kommt [Ring et al. 2012].

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