Basiswissen Asthma

Therapie des akuten Asthma-Anfalls

Die medikamentöse Intervention eines Asthma-Anfalls richtet sich nach dem Schweregrad der Asthma-Exazerbation. Während bei einem leichten bis mittelschweren Anfall (normales Sprechen, AF <25/min, HF <110/min und PEF >50% des Soll- oder Bestwertes) keine Krankenhauseinweisung erforderlich ist, sollte diese bei einem schweren Anfall erwogen werden. Lebensbedrohliche Anfälle bedürfen einer umgehenden Einweisung in die Klinik unter Notarztbegleitung. Die präklinische Versorgung eines schweren bzw. lebensbedrohlichen Asthma-Anfalls bei Erwachsenen ist in Tabelle 5 aufgeführt [NVL Asthma 2009, Stand August 2013].

Schwerer AnfallLebensbedrohlicher Anfall
Symptome:

  • Sprechdyspnoe
  • AF ≥25/min
  • HF ≥110/min und
  • PEF <50 % des Soll- oder Bestwertes
Symptome:

  • kein Atemgeräusch (stille Lunge)
  • frustrane Atemarbeit/flache Atmung
  • Zyanose
  • Bradykardie oder arterielle Hypotension
  • SaO2 <92% (PaO2 <8 kPa)
  • PEF <33% des Soll- oder Bestwertes bzw PEF < 100 l/min2
Initialtherapie:

  • 2–4 Hübe eines SABA ggf. nach 10–15 Minuten wiederholen
  • 25–50 mg Prednisolonäquivalent oral
  • Selbsthilfetechniken zur Atemerleichterung
Initialtherapie vor Einweisung und während des Transportes

  • Sauerstoff 2–4 l/min über Nasensonde, Atmung beachten
  • 2–4 Hübe eines SABA in 10-15-Minuten-Intervallen
  • 50–100 mg Prednisolonäquivalent oral
  • Falls vorhanden: Oprtoproiumbromid 0,5 mg durch Verneblung oder 4 Hübe aus einem MDI
  • atermerleichternde Körperposition

Tab. 5: Präklinische Versorgung eines schweren bzw. lebensbedrohlichen Asthma-Anfalls bei Erwachsenen

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