Basiswissen Asthma

Pharmakotherapie

Ziel der Pharmakotherapie ist es, eine Entzündung dauerhaft zu supprimieren, die bronchiale Hyperreagibiltät zu vermindern und das Ausmaß der Atemwegsobstruktion zu verringern [Buhl et al. 2006]. Schlüssel zu einem Therapieerfolg ist hierbei die antientzündliche Therapie mit inhalativen Cortisonpräparaten. Wenn möglich, werden hierfür inhalative Medikamente eingesetzt, die vom Patienten selbst bedient werden können. Bei topischer Anwendung in Form von Bronchodilatatoren kommt es zu einem schnellen Wirkeintritt und es sind geringere Wirkstoffmengen erforderlich als bei systemischer Anwendung, sodass weniger Nebenwirkungen auftreten.

Die Wirkstoffdeposition im Bronchialsystem ist maßgeblich von der ordnungsgemäßen Anwendung der Inhalationssysteme abhängig. Es gibt verschiedene Inhalationssysteme für Dosieraerosole, die sich in den anzuwendenden Inhalationstechniken unterscheiden [NVL 2009, Stand August 2013]:

  • Dosieraerosol ohne Spacer: ein langsamer tiefer Atemzug, dann Atem anhalten.
  • Dosieraerosol mit Spacer: langsame tiefe Inspiration über mehrere Atemzüge, dann Atem anhalten.
  • Pulverinhalator: rasche tiefe Inspiration, dann Atem anhalten.
  • Vernebler: langsame tiefe Inspiration, normale Exspiration.

Die Asthma-Wirkstoffe werden in zwei Gruppen unterteilt:

  • Reliever (Bedarfsmedikamente) und
  • Controller (Dauermedikamente).

Die folgenden Kapitel (5.1.1 und 5.1.2) geben eine Übersicht über häufig eingesetzte Reliever und Controller und deren Wirkungen. Die genauen Dosierungen sowie Hinweise auf Nebenwirkungen, Kontraindikationen und Wechselwirkungen der Wirkstoffe sind in der Nationalen Versorgungsleitlinie aufgeführt [NVL 2009, Stand August 2013].

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