Basiswissen Asthma

Klinische Symptomatik

Die wichtigsten Asthma-Symptome sind [Buhl et al. 2006]:

  • Atemnot (häufig anfallsartig)
  • Giemen
  • Husten
  • Brustenge

Weitere Symptome:

  • Pfeifen und Brummen
  • Überproduktion von zähflüssigem Schleim
  • verlängertes Ausatmen
  • evtl. Zyanose

Die Dsypnoe ist bei der Expiration besonders ausgeprägt. Die Symptome Husten und/oder Atemnot treten oft nach Reizeinwirkung anfallsartig oder in der Nacht und am frühen Morgen auf. In der Regel wechseln sich symptomatische und asymptomatische Intervalle ab. Generell sprechen die Symptome auf adäquate Behandlung gut an.

Die typische Asthma-Symptomatik kann sich verschlechtern (Exazerbation). Es treten häufigere und stärkere Atemnotanfälle auf, die zunächst nicht vollständig abklingen. Die gewohnte körperliche Leistungsfähigkeit ist dann eingeschränkt. Beim Asthma-Patienten können bestimmte Medikamente (nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR), Antiphlogistika, (β-Blocker) körperliche Belastung sowie Umweltreize (z. B. kalte Luft, Lösungsmittel, Staub), Infekte und emotionale Faktoren Asthma-Symptome auslösen. Beim allergischen Asthma-Patienten darüber hinaus auch Allergenkontakt.

Der Patient selbst kann eine Verschlechterung der Lungenfunktion mit Hilfe eines Peak-Flow-Meters messen. Eine erhöhte zirkadiane Variablität des Peak Flow (PEF) weist auf den Verlust der Asthma-Kontrolle (siehe Kapitel 5.1) hin. Daraus kann sich langsam oder rasch progredient ein akuter, lebensbedrohlicher Asthma-Anfall entwickeln. Dieser ist durch eine anhaltende, schwere Dyspnoe mit schwerer körperlicher Beeinträchtigung in Ruhe charakterisiert. Die Dauer des Anfalls kann nur wenige Minuten bis hin zu mehreren Tagen betragen.

Dauert ein Asthma-Anfall trotz medikamentöser Versorgung mehr als 24 Stunden, so spricht man von einem Status asthmaticus. Im Verlauf der Erkrankung kann es zu psychologischen Folgen und bei Kindern auch zur Einschränkung der körperlichen und geistigen Entwicklung kommen.

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