Basiswissen Asthma

Diagnostik

Die Diagnose erfolgt in der Regel durch eine ausführliche Anamnese und eine körperliche Untersuchung. Es folgt eine Diagnosesicherung durch Messung der Lungenfunktion.

Anamnese

Bei der Anamnese sollten gemäß der Nationalen Versorgungsleitlinie Asthma von 2009 (Stand August 2013) bestimmte Beschwerden, Auslöser und Risikofaktoren berücksichtigt werden. Folgende Symptome/Kennzeichen sind zu erfragen:

Beschwerden:

  • wiederholtes Auftreten von Atemnot (anfallsartig, oftmals nächtlich) und/oder
  • Brustenge und/oder
  • Husten mit und ohne Auswurf
  • pfeifende Atemgeräusche („Giemen“)
  • Intensität und Variabilität der Symptome

Auslöser:

  • Atemwegsreize (z. B. Allergene, thermische und chemische Reize, Rauch und Staub)
  • bestimmte Tages- und Jahreszeit
  • Aufenthaltsort und Tätigkeit (z. B. Arbeitsplatz, Hobbys)
  • Auftreten während oder nach körperlicher Belastung
  • Zusammenhang mit Atemwegsinfektionen
  • psychosoziale Faktoren

Risikofaktoren:

  • atopische Beschwerden (Ekzem, Rhinitis)
  • positive Familienanamnese (Allergie, Asthma)

Körperliche Untersuchung

Bei der körperlichen Untersuchung ist zu beachten, dass die Zeichen einer Atemwegsobstruktion im beschwerdefreien Intervall auch fehlen können. Dazu gehören:

  • Giemen, Pfeifen, Brummen bei der Auskultation
  • verlängertes Exspirium
  • bei schwerer Atemnot, vor allem im Kindesalter: thorakale Einziehungen
  • bei schwerer Obstruktion: sehr leises Atemgeräusch

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