Basiswissen Allergische Rhinitis

Ursachen und Entstehung

Eine allergische Rhinitis wird durch verschiedene Faktoren verursacht. Die Neigung, an einer Allergie zu erkranken, wird vererbt. Zunehmende Hygiene und vermehrt aggressive Allergene durch Schadstoffe wirken ebenfalls begünstigend und treiben die Erkrankungszahlen in die Höhe. Diskutiert wird (Hygiene-These), dass sich der Antikörper Immunglobulin E (IgE) im menschlichen Immunsystem mangels echten Fremdkörpern (z.B. Parasiten) neue Angriffsziele (z.B. Pollen) sucht. Dieses Szenario betrifft die modernen Industriestaaten, in Entwicklungsländern sind Allergien nahezu unbekannt. Bevor sich die allergische Rhinitis im Vollbild zeigt, findet eine Sensibilisierung gegenüber einem Allergen (z.B. Pollen, Hausstaub, Schimmelpilz) quasi im Erstkontakt ohne Symptome statt. Abwehrzellen wie z.B. Makrophagen nehmen dabei das Allergen auf und setzen anschließend einen Prozess in Gang, in dessen Verlauf vermehrt IgE-Antikörper gebildet werden, die sich speziell gegen das Allergen richten und an Mastzellen andocken. Trifft das Allergen ein zweites Mal auf den Organismus reagiert das Immunsystem prompt und die Mastzelle setzt Mediatoren (körpereigene Botenstoffe) wie Histamin, Leukotriene und den plättchenaktivierenden Faktor (PAF) frei. Nun zeigen sich Symptome wie Jucken, Niesen, Rötung und laufende Nase. Der Körper will helfen, verbessert die Durchblutung (Rötung), um Abwehrzellen leichter passieren zu lassen, reagiert mit Jucken, um auf die betroffene Stelle aufmerksam zu machen sowie mit Niesen und Schleimbildung, um sich der fremden Stoffe zu entledigen. Wird jetzt nicht entsprechend gegengesteuert (z.B. mit Medikamenten), kann die allergische Erkrankung chronifizieren und zu weiteren, neuen Sensibilisierungen führen. Im Zuge einer allergischen Entzündung werden zu Beginn (˂ 2 Stunden) vor allem Histamine ausgeschüttet, danach (2-48 Stunden nach Allergenkontakt) dominieren Leukotriene das Geschehen.

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