Allergie und Sport

Allergieauslösende Faktoren meiden

Allergiker sollten allergieauslösende Faktoren bei sportlicher Betätigung vermeiden bzw. vorbeugen. Pollenallergiker sind durch Niesen, Augenjucken oder eine verstopfte Nase bei Aktivitäten im Freien sehr beeinträchtigt. Liegt bereits ein allergisches Asthma vor, kann es bei starkem Pollenkontakt zu Atemnot kommen. Da jeder Allergiker individuell reagiert, muss der einzelne die Flugzeiten „seiner“ Pollen und die Stärke des Pollenflugs beim Sport im Freien beachten. Experten raten Patienten, sich bei starkem Pollenflug nur moderat zu belasten und sich den Gegebenheiten anzupassen. Das Tragen einer Brille (z.B. beim Joggen und Radfahren) kann verhindern, dass Pollen in die Augen kommen und eine allergische Reaktion auslösen.

Bei verstärktem Pollenflug sollten Pollenallergiker dann besser in geschlossenen Räumen, in Hallen oder auf dem offenen Wasser (s. Abb. 1) Sport betreiben (z.B. Tanzen, Tischtennis, Schwimmen, Surfen, Segeln). Im und auf dem Wasser gibt es kaum Pollen, im Hallenbad noch weniger als auf offenem Gewässer wie zum Beispiel Badeseen. Lediglich das Chlor kann die Augen reizen, was einen Allergiker zusätzlich belastet.

Ski und Rodel stellen ebenfalls kein Problem dar und können bedenkenlos ausgeübt werden. Ist ein Hallentraining eingeplant, sollte die Sportkleidung erst am Trainingsort angezogen werden, um möglichst wenig Pollen mit in die Halle zu bringen. Nach sportlicher Betätigung im Freien sollte geduscht und der Körper sowie die Haare gründlich von Pollen befreit werden.

Windsurfender Mann

Abb. 1: Für Pollenallergiker ist Sport auf offenem Gewässer gut geeignet.

Möchte man partout nicht auf seine tägliche Joggingrunde im Freien verzichten, sollten Pollenallergiker in Städten eher in den Morgenstunden als abends die Laufschuhe schnüren. Wer auf dem Land lebt, läuft besser in den Abendstunden. Die Belastung durch Pollen ist dann wesentlich geringer. Auch nach einem ordentlichen Regenguss ist die Luft von Pollen zunächst einmal „gereinigt“ und eine Joggingrunde bietet sich an.

Grundsätzlich gilt beim Aufenthalt im Freien, sich fern von stark befahrenen Straßen (Abgase) und Industrieanlagen aufzuhalten. Denn gerade in Gebieten mit hoher Ozon- und Schadstoffkonzentration sind Pollen sehr aggressiv. Ideal ist es, wenn man seinen täglichen Jogginglauf in einem Nadelwald einplanen kann, da dort weitaus weniger Pollen in der Luft fliegen als beispielsweise an Waldrändern oder Wiesen. Allergiker sollten zudem bedenken, dass feucht-warmes Sommerwetter das Verbreiten von Pilzsporen fördert und ihr Bewegungsverhalten im Freien entsprechend anpassen.

Jeder einzelne muss für sich prüfen, ob Sport bei besonderen Gegebenheiten (z.B. starker Pollenflug, hohe Ozonbelastung, staubige Turnhalle, kalte Luft) für ihn sinnvoll ist. Bei Pollenallergikern kann auf lange Sicht eine Hyposensibilisierung (Spezifische Immuntherapie [SIT]) die Beschwerden lindern. Das Risiko für die Entstehung eines allergischen Asthmas sinkt dadurch.

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