Allergie und Psyche

Neurodermitis und Psyche

Einführung

Neurodermitis oder auch „atopisches Ezem“ bezeichnet eine chronische, nicht ansteckende Hautkrankheit, die in den letzten Jahren deutlich zugenommen hat. Die Neurodermitis gehört zu den atopischen Erkrankungen und beschreibt die angeborene Neigung zu ekzematösen Hautreaktionen.

Atopie

Unter einer Atopie versteht man die körperliche Bereitschaft zu einer krankhaft erhöhten Bildung von Immunglobulin-E-Antikörpern (IgE). Das bedeutet, dass Betroffene eine erhöhte Neigung haben, mit Überempfindlichkeitsreaktionen auf den Kontakt mit ansonsten harmlosen Substanzen aus der Umwelt zu reagieren. Diese Reaktionen werden als allergische Reaktionen vom Soforttyp (Typ-I-Allergie) bezeichnet. Allergene, wie z.B. Pollen oder Hausstaubmilben, haben daher für die Entstehung und Aufrechterhaltung der Krankheit eine große Bedeutung. Häufig sind Ekzemherde v.a. an solchen Körperstellen zu finden, die durch die Kleidung nicht bedeckt sind (Hände, Hals, Gesicht, etc.).

Neurodermitis ist also keine Allergie im engeren Sinne, da Allergien Überempfindlichkeitsreaktionen des Körpers auf spezifische Substanzen, die Allergene, sind. Im Gegensatz dazu gibt es bei der Neurodermitis keine genau definierten Auslösefaktoren. Stattdessen entsteht sie aufgrund erblicher und psychosomatischer Faktoren sowie möglicherweise Überempfindlichkeiten gegenüber z.B. Hausstaubmilben oder spezifischen Lebensmittel.

Ekzeme auf der Haut

Symptome sind rote, schuppende, z.T. auch nässende Ekzeme auf der Haut. Ekzeme sind allgemein betrachtet Unverträglichkeitsreaktionen der Haut, die sich i.d.R. in einer Entzündung der Hautoberfläche äußern. Damit verbunden ist häufig ein starker, oft als unerträglich empfundener Juckreiz, der zu Konzentrationsstörungen und Leistungsabfall sowie Schlafstörungen führen kann. Hinzu kommt ein ständiges Kratzen, welches den Juckreiz zwar kurzfristig mildert, jedoch zu einem Teufelskreis aus aufgekratzter Haut, Entzündungsreaktionen und erneutem Juckreiz führt.

Die Neurodermitis-Erkrankung verläuft schubweise und weist ein sehr individuelles Erscheinungsbild auf, das auch in Abhängigkeit des Lebensalters variiert. Welche konkrete Rolle spielen jedoch psychische Faktoren bei der Neurodermitis?

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