Allergie und Anaphylaxie

Allergene und Auslöser

Leitlinien zufolge sind häufige Auslöser schwerer anaphylaktischer Reaktionen bei Kindern und Erwachsenen Nahrungsmittel (Kinder 58 %, Erwachsene 16 %), Insektengifte (Kinder 24 %, Erwachsene 55 %) und Medikamente (Kinder 8%, Erwachsene 21 %).

Oft kommen neben der Aufnahme des Allergens noch weitere Faktoren wie etwa körperliche oder psychische Anstrengung dazu, um einen anaphylaktischen Schock auszulösen. Auch Alkohol oder der Kontakt mit mehreren allergieauslösenden Reizen gleichzeitig kann das Fass zum Überlaufen bringen und eine Überreaktion des Immunsystems bewirken. Weitere tierische und pflanzliche Allergene oder beispielsweise Naturlatex können diese Überreaktion noch verstärken.

Bei den Nahrungsmitteln sind häufig Nüsse (v.a. Erdnüsse) und Milch Auslöser für eine anaphylaktische Reaktion, insbesondere bei Kindern. Erwachsene reagieren meist allergisch auf Fisch, Schalentiere sowie Sellerie, Soja und Nüsse. Im Grunde ist aber jedes Lebensmittel in der Lage, eine anaphylaktische Reaktion zu bewirken.

Sticht eine Biene, Hornisse, Wespe oder Hummel zu, werden Gifte übertragen. Diese Insektengifte tragen Allergene in sich und lösen häufig eine Anaphylaxie aus.

Auch Medikamente können die unerwünschte Überreaktion des Immunsystems in Gang bringen. Meist sind es Antibiotika, Schmerzmittel, Narkose- und Röntgenkontrastmittel.

Für Betroffene und deren Angehörige ist es wichtig, genau über die Ursache einer Anaphylaxie Bescheid zu wissen. Ein Allergologe sollte hier als ärztliche Bezugsperson entsprechend aufklären und diagnostizieren. Der Arzt kann unter anderem über Haut- oder Bluttests auf IgE-Antikörper prüfen, durch was eine allergische Reaktion hervorgerufen wird und daraus ableiten, was zu deren künftiger Vermeidung getan werden muss.

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