Schwitzen und Allergien

Schwitzen und Allergien

Zuletzt aktualisiert:

So manch` einem treibt derzeit die Hitze die Schweißperlen auf die Stirn. Schwitzen ist ein natürlicher Prozess, der zur Regulierung der Körpertemperatur beiträgt. Wenn die Innentemperatur des Körpers ansteigt, sei es durch körperliche Anstrengung, hohe Umgebungstemperaturen oder emotionalen Stress, steuert der Körper gegen, indem er die Schweißproduktion ankurbelt: Wir schwitzen. In Folge verdunstet der Schweiß auf der erwärmten Haut und es entsteht Verdunstungskälte. Dem Körper wird Wärme entzogen und er kühlt ab.

Durchs Schwitzen werden wir mehr oder weniger unabhängig von der Umgebungstemperatur und können unsere Körpertemperatur zwischen 36 und 37 Grad Celsius konstant halten.

Schwitzen als Reaktion auf Allergene

Gerade Pollenallergikerinnen und Pollenallergiker können von starken Schwitzattacken geplagt werden. Wodurch? Kopfschmerzen, Ohrenschmerzen oder ein wunder Rachen sind mögliche Symptome einer Pollenallergie. Der Körper reagiert darauf und schüttet verstärkt Botenstoffe wie Adrenalin aus, um mit diesem Unbehagen besser fertig zu werden. Adrenalin regt jedoch auch die Schweißdrüsen an, wodurch es zu Schweißattacken kommt.

Eine weitere Ursache für vermehrtes Schwitzen sind verstopfte Nasennebenhöhlen, die sich entzünden können. Über das Immunsystem wird daraufhin die Körpertemperatur erhöht, was zu Schweißausbrüchen, aber auch zu Schwindel und Erschöpfung führen kann.

Eine adäquate Allergiebehandlung verhindert diese Symptome.

Einige allergische Reaktionen können so schwerwiegend sein und, wenn auch selten, eine Anaphylaxie auslösen. Eine Anaphylaxie ist eine schwere, lebensbedrohliche allergische Reaktion, die zu einem schnellen Puls, niedrigem Blutdruck, Atembeschwerden und Schweißausbrüchen führen kann. In der Regel ist sofortige ärztliche Hilfe erforderlich.

Schwitzurtikaria

Bei der sogenannten Schwitzurtikaria kann ein Anstieg der Körpertemperatur unangenehme Symptome wie Rötungen, Juckreiz und stecknadelkopfgroße Quaddeln auslösen, vor allem an Hals und Oberkörper. Diese sogenannte cholinergische Urtikaria betrifft überwiegend Jugendliche bzw. junge Erwachsene mit einer Prävalenz von etwa 10 %.

Die Quaddeln bestehen für wenige Minuten bis eine Stunde, sind stark juckend und 2 bis 3 mm groß. Allgemeinsymptome wie beispielsweise Übelkeit, Bauchschmerzen, Diarrhö, Kopfschmerzen, Schwindel bis hin zur Bewusstlosigkeit sind möglich. Nach entsprechender Diagnose gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten.

Ärztlichen Rat einholen

Auf jeden Fall gilt: Wer unter ungewöhnlichem Schwitzen leidet oder ein allergiebedingtes Problem vermutet, sollte auf jeden Fall eine Ärztin bzw. einen Arzt aufsuchen und sich beraten lassen.

Quellen und weitere Informationen:

Meine Gesundheit

gesund-vital.de

24vita

DocCheck Flexikon