Pseudoallergien auf Zusatzstoffe

Pseudoallergien auf Zusatzstoffe

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Konsumenten sollten aufpassen: Einige Zusatzstoffe in Lebensmitteln wie Farb- oder Konservierungsstoffe (E-Nummern) können pseudoallergische Reaktionen der Atemwege, Haut oder des Magen-Darm-Trakts auslösen, so das Ergebnis einer Übersichtsstudie, die vor Kurzem im Bundesgesundheitsblatt veröffentlicht wurde. Insbesondere Patienten mit einer chronischen Urtikaria profitieren von einer Diät, die auf Lebensmittelzusatzstoffe verzichtet. Symptome wie Quaddeln und Juckreiz bessern sich zum Teil vollständig, wie Torsten Zuberbier, Vorsitzender der Europäischen Stiftung für Allergieforschung (ECARF) und Co-Autor der Studie berichtet. Daher sei – so Zuberbier – die Kennzeichnungspflicht für Zusatzstoffe in Lebensmitteln für Betroffene sehr wichtig. Unter Umständen profitieren von einer pseudoallergenarmen Diät auch Neurodermitis- und Asthmapatienten.

Quellen

ECARF

Zuberbier T, Hengstenberg C. Verstecktes Risiko im Kleingedruckten? Einige Zusatzstoffe können pseudoallergische Reaktionen auslösen. In: Bundesgesundheitsblatt 2016 (59): 777–782