Neues zur Muschelallergie

Neues zur Muschelallergie

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In Ländern, in denen viel Muscheln verzehrt werden, zählen Allergien gegen Meeresfrüchte zu den häufigsten Nahrungsmittelallergien. Das Kochen der Muscheln vermindert deren Allergenität nicht, denn das enthaltene Hauptallergen Tropomyosin ist hitzestabil.

Weitere Hauptallergene identifiziert

Eine Forschergruppe aus Malaysia konnte nun weitere, bislang unbekannte Hauptallergene von Muscheln identifizieren.

Die Argininkinase ist ein bekanntes Allergen von Krustentieren sowie von Wirbellosen (Garnelen, Krabben). Sie ist auch bei Hausstaubmilben, Kakerlaken und Spinnen zu finden. Die Forscher wiesen Argininkinase nun bei der Rotfleischigen Archenmuschel nach, die unter anderem in Malaysia lebt.

Aktin war bereits bei Schneekrabben als allergenes Protein isoliert worden. Nun wurde es als ein Hauptallergen von Paphia textile (Meeresmuschel aus der Familie der Venusmuscheln) entdeckt.

Die Allergenität von Troponin C war bisher bei Krustentieren und Wirbellosen festgestellt worden. Troponin C wurde nun nach Angaben der Wissenschaftler erstmals als Antigen von Perna viridis (Grüne Miesmuschel) klassifiziert.

Hoffnung auf genauere Allergietests

Die Wissenschaftler erhoffen sich von den neuen Erkenntnissen zum einen, genauere Allergietests entwickeln zu können und zum anderen, die Therapie von Patienten mit einer Muschelallergie zu verbessern.

Quellen und weitere Informationen

Bublak R, Klimek L (2018) Weitere Allergene von Muscheln identifiziert. Allergo J; 27(7): 8

Yadzir ZHM et al (2018) Local bivalve allergens: a Malaysian perspective. Allergo J Int; 27: 228-233