Nahrungsmittelallergien vorbeugen

Nahrungsmittelallergien vorbeugen

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Bereits sechs bis zehn Prozent aller Heranwachsenden in den Industrienationen reagieren allergisch auf mindestens ein Nahrungsmittel, Tendenz steigend. Die neue Ausgabe des Apothekenmagazins „ELTERN“ (04/2024) zeigt, was Eltern tun können, damit es gar nicht erst so weit kommt.

Deutsche und internationale Fachgesellschaften empfehlen, Kinder bis zum sechsten Lebensmonat voll zu stillen – und den Babys danach eine möglichst breite Palette anzubieten. Eier und Nüsse inklusive – diese Nahrungsmittel wegzulassen, ist ein veralteter Rat. „Alle Kinder sollten eine ausgewogene Beikost bekommen“ , sagt Prof. Dr. Eckard Hamelmann, Direktor der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin in Bielefeld und Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Allergologie. „Bei allergiegefährdeten Kindern ist das sogar noch wichtiger.“

„Allergiegefährdet“ bedeutet: Ein erhöhtes Risiko besteht, wenn Eltern oder Geschwister eine „Krankheit aus dem Allergiespektrum“ haben: allergisches Asthma, allergische Rhinitis, Nahrungsmittelallergien oder Neurodermitis. „Wenn ein Baby schon Anzeichen für eine Neurodermitis zeigt, sollte eine Nahrungsmittelallergie ausgeschlossen werden“, sagt Hamelmann.

Wichtig zu wissen: Ganze Nüsse etwa darf ein Baby nicht bekommen, wegen der Erstickungsgefahr. Und Eier wirklich nur durchgegart geben, wegen der Salmonellen.

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Wort & Bild Verlagsgruppe