Mehr Sicherheit bei Nahrungsmittelallergien

Mehr Sicherheit bei Nahrungsmittelallergien

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Erdnüsse und Haselnüsse zählen zu den klassischen Auslösern von Nahrungsmittelallergien. Bislang haben Nahrungsmittelallergiker nur die Möglichkeit, das betreffende Lebensmittel oder bestimmte Zutaten zu meiden, um unerwünschten allergischen Reaktionen vorzubeugen. Dies lasse jedoch, so die Wissenschaftler eines aktuellen Forschungsprojekts, „den individuellen Schwellenwert jedes Patienten außer Acht und auch die Tatsache, dass Verarbeitungsprozesse die Allergenität der Zutaten verändern können.“ Denn: Im Rahmen der Lebensmittelproduktion sei es möglich, bei der Verarbeitung von Erdnüssen und Haselnüssen die Allergenität zu erhöhen oder zu senken. Auch übliche Methoden zur Lebensmittelallergenanalyse berücksichtigen diese Umstände derzeit nicht.

Das Projekt „ErdHase“* unter der Leitung von R-Biopharm befasst sich gemeinsam mit mehreren Projektpartnern mit der Entwicklung von Werkzeugen bzw. analytischen Instrumenten, mit denen das Potenzial von Allergieauslösung bereits im Lebensmittel erfasst wird. Anhand von Erdnuss und Haselnuss soll beispielhaft geprüft werden, „wie mithilfe der Kombination verschiedener immunologischer Testsysteme die Sicherheit von Allergiepatienten verbessert werden kann – und zwar schon während der Lebensmittelherstellung.“ Betroffene Allergiker sollen über diesen Weg mehr Sicherheit und auch Lebensqualität im Alltag erlangen.

Weitere Informationen zu diesem Forschungsprojekt finden Sie hier: https://pressemitteilungen.sueddeutsche.de/r-biopharm-ag-4930648

*vollständiger Projekttitel: „Identifizierung des allergenen Potentials von Erdnuss und Haselnuss in Lebensmittelverarbeitungsketten in Bezug auf Allergenität von Patienten“

Quellen

Süddeutsche Zeitung

idw