Künftig mehr Cannabis-Allergien erwartet

Künftig mehr Cannabis-Allergien erwartet

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Nach zähem Ringen hat der Bundestag am 23. Februar 2024 den Gesetzentwurf der Bundesregierung „zum kontrollierten Umgang mit Cannabis“ (20/8704, 20/8763) gebilligt. Mit dem Gesetz soll Erwachsenen ab 1. April 2024 der Besitz von bis zu 50 Gramm Cannabis für den Eigenkonsum im privaten Raum erlaubt werden. Im öffentlichen Raum soll die Höchstgrenze bei 25 Gramm liegen.

Expertinnen und Experten gehen davon aus, dass durch die Legalisierung von Cannabis vermutlich auch die Zahl der Cannabis-Allergien ansteigen wird, da die Zahl an Cannabis-Nutzerinnen und -Nutzern sehr wahrscheinlich zunimmt. Eine Sensibilisierung ist über das Rauchen der Pflanzen, über Hautkontakt, aber auch über das Essen cannabishaltiger Lebensmittel möglich. Cannabishaltige Lebensmittel sind zudem in der Lage, eine Kreuzreaktion auszulösen.

Üblicherweise eine Soforttypreaktion

Bei der Cannabis-Allergie handelt es sich üblicherweise um eine Soforttypreaktion. Meist innerhalb von 30 Minuten können dabei nach Cannabis-Kontakt bzw. -Konsum eine Rhinokonjunktivitis und Asthma auftreten. Zudem kann es zu Juckreiz, Urtikaria und Angioödemen kommen. Kardiovaskuläre und gastrointestinale Beschwerden sind möglich, jedoch selten. Bei bis zu 20 % der Betroffenen kommt es zu einer Anaphylaxie.

Treten die beschriebenen Reaktionen auf, sollte umgehend zur weiteren Abklärung und Behandlung eine Fachärztin bzw. ein Facharzt aufgesucht werden.

Quellen mit weiteren Informationen:

Deutscher Bundestag

ECARF

mdr

Medical Tribune