Honigallergie

Honigallergie

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Menschen, die gegen bestimmte Pollenarten allergisch sind, können auch nach Verzehr des jeweiligen Honigs allergisch reagieren. Die typischen Symptome sind dann Magen-Darm-Beschwerden, Juckreiz im Gesicht, vor allem im Mundbereich oder auch im Mundinnenraum, tränende Augen, eine triefende Nase, bis hin zum anaphylaktischen Schock.

Eine Honigallergie zählt zur Gruppe der Nahrungsmittelallergien vom Typ I. Etwa 2 bis 11 Prozent der Bevölkerung sind betroffen. Genaue Angaben zum Vorkommen einer Honigallergie sind schwierig zu machen, da sich die Honigallergie vor allem mit der Pollenallergie kreuzt. Das Allergen ist damit eigentlich die Polle.

Nicht nur Pollen wirken allergen

In 10 Gramm Honig sind durchschnittlich 20.000 bis 100.000 Pollen zu finden, der Gesamtanteil des Pollens im Honig beträgt max. 0,1 %. Es handelt sich dabei vor allem um die von Insekten bestäubten Pollen, zum Beispiel solche von Obstbäumen, Raps, Löwenzahn oder Heidekraut. Bis zu 150 Arten von Pollen konnten bisher in verschiedenen Honigsorten gefunden werden, von denen 15 bis 25 Arten besonders oft vorkommen. Welcher Pollentyp im Honig ist, ist abhängig vom Ort der Honiggewinnung, der Herstellungsmethode und der Jahreszeit.

Eine Pollenallergie bedeutet jedoch nicht gleichzeitig eine Allergie gegen Honig.  Vereinzelt wirken auch Bienenkörperbestandteile allergen.

Im Zweifelsfall hilft ein Allergietest

Wer unsicher ist, ob er eine Honigallergie hat, sollte zum Arzt gehen und einen Allergietest (Pricktest) machen lassen, auch um ggf. andere Ursachen für die Beschwerden, wie zum Beispiel eine Fructoseintoleranz, ausschließen zu können.

Quellen

Honig Verband

Focus Online