Hatschi!

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Pollenallergiker aufgepasst: Wer sich mit schniefender Nase und brennenden Augen hinters Steuer setzt und noch dazu von Niesattacken geplagt wird, steuert sein Fahrzeug im Straßenverkehr nicht mehr so konzentriert wie es sein sollte. Wissenschaftler haben sogar herausgefunden, dass Pollenallergiker ein ähnlich hohes Gefährdungspotenzial beim Autofahren haben wie alkoholisierte Personen. Eine Reihe an Entzündungsstoffen, die bei Allergien im Körper freigesetzt werden, bewirkt, dass Allergiker oft müde und unkonzentriert sind. Das wirkt sich auf das Fahrverhalten so aus, als wenn sie 0,5 Promille Alkohol im Blut hätten.

Abgesehen von der verminderten Konzentration ist besonders der Niesreiz am Steuer gefährlich. Erst kürzlich fuhr eine 63-jährige Autofahrerin in Osnabrück mit ihrem Wagen nach einer Niesattacke in eine Hauswand eines Mehrfamilienhauses. Experten haben herausgefunden, dass es durchaus sein kann, dass Fahrer beim Niesen ihr Auto 50 bis 100 Meter nicht mehr unter Kontrolle haben. Bei jedem einzelnen Nieser schließen wir für etwa eine Sekunde reflexartig die Augen. Fast 14 Meter hat man in dieser Zeit im Stadtverkehr zurückgelegt – ohne etwas zu sehen. Muss mehrfach hintereinander geniest werden, dann ist die Unfallgefahr besonders hoch.

Niesattacken vorbeugen

Pollenallergiker können Niesattacken vorbeugen, indem sie rechtzeitig ein entsprechendes Nasenspray verwenden. In Zeiten starken Pollenflugs sollten Pollenallergiker auf das Fahren im Cabrio oder mit offenem Fenster verzichten. Auch die Lüftung bleibt beim Fahren besser ausgeschaltet. Ein funktionierender Pollenfilter bietet zudem Schutz.

Quellen

NDR.de

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