Aktualisierte Empfehlungen der STIKO 2024 zur Impfung bei Hühnereiweiß-Allergie

Aktualisierte Empfehlungen der STIKO 2024 zur Impfung bei Hühnereiweiß-Allergie

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Die Ständige Impfkommission (STIKO) beim Robert Koch-Institut (RKI) hat im Januar 2024 einige Neuerungen und Aktualisierungen ihrer Empfehlungen veröffentlicht.

Hühnereiweiß-Allergie keine Kontraindikation gegen FSME- oder MMR-Impfung

Bei den Impfempfehlungen wird jetzt genauer darauf eingegangen, wie vorzugehen ist, wenn Personen allergisch auf einen oder bestimmte Impfstoffe reagieren: Es sollte immer abgeklärt werden, welcher Inhaltsstoff die allergische Reaktion auslöst, sodass dieser künftig gemieden werden kann. „Personen, die nach dem Genuss von Hühnereiweiß innerhalb kurzer Zeit mit anaphylaktischen Symptomen (z. B. Angioödem, Atembeschwerden oder Kreislaufkollaps) reagieren“ sollten beispielsweise nicht mit einem Impfstoff geimpft werden, der in bebrüteten Hühnereiern gezüchtet wurde (Gelbfieber- oder entsprechende Influenza-Impfstoffe). Allerdings stellt laut STIKO eine Allergie gegen Hühnereiweiß zum Beispiel keine Kontraindikation gegen die FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis)- oder die MMR (Masern, Mumps und Röteln)-Impfung dar, auch wenn in der Herstellung Zellkulturen mit Hühnerfibroblasten verwendet werden. Das Risiko für anaphylaktische Reaktionen sei nach MMR-Impfung bei nachgewiesener Hühnereiweiß-Allergie nicht höher als das allgemeine Risiko für eine anaphylaktische Reaktion.

Haben Impfstoffe eine anaphylaktische Reaktion ausgelöst, ohne dass der auslösende Stoff identifiziert werden konnte, seien sie aber laut STIKO eindeutig kontraindiziert.

Quellen mit weiteren Informationen:

DAZ.online

Epidemiologisches Bulletin 4/2024, Stand: 25. Januar 2024