Wolken mit Allergenen

Wolken mit Allergenen

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Um Allergiker frühzeitig auf eine entsprechende Pollenbelastung vorzubereiten, werden derzeit vor allem in dicht bevölkerten, städtischen Gegenden die Allergenkonzentrationen erfasst und veröffentlicht. Die Pollenquellen seien – so Prof. Claudia Traidl-Hoffmann, Direktorin des Instituts für Umweltmedizin an der TUM und dem Helmholtz Zentrum München – aber häufig außerhalb der Städte in vegetationsreicheren Gebieten zu finden.

Um einen besseren Überblick über die Verbreitung von Pollen über große Distanzen zu bekommen, untersuchte das Team von Prof. Traidl-Hoffmann gemeinsam mit griechischen Kollegen die Pollenverbreitung in der Atmosphäre. Mit Hilfe eines Flugzeugs sammelten sie Luftproben in bis zu 2000 Metern Höhe. Dort fanden sie vor allem Kiefern- und Eichenpollen.

Diese Erkenntnisse legen nahe, dass sich der Kontakt mit luftgetragenen Allergenen nicht vollständig ausschließen lässt, weil sie fast überall vorkommen. Pflanzenpollen und Pilzsporen fliegen auch in mehreren Kilometern Höhe. Dort bilden sie Aeroallergen-Wolken. Um Allergiker rechtzeitig warnen zu können, müssten nach Ansicht der Wissenschaftler die Pollenvorhersagen weiterentwickelt werden. Denkbar sei zum Beispiel ein Frühwarnsystem mit Drohnen.

Quellen

TUM

Damialis A et al (2017) Estimating the abundance of airborne pollen and fungal spores at variable elevations using an aircraft: how high can they fly? Sci Rep 7: 44535. DOI:10.1038/srep44535

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