Über das Projekt

www.allergie.de - eine geobasierte Community-Plattform zur Allergieprävention


Allergien sind weiter auf dem Vormarsch. Immer mehr Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene kennen allergische Reaktionen. Dies hat uns veranlasst, eine Online-Plattform für Allergiker ins Leben zu rufen.

Den Entwicklern war klar: Damit wird der enorm wichtige Erfahrungsaustausch unter den Allergiebetroffenen und Ärzten erst möglich. So entstand die erste geobasierte Community-Plattform für Allergien - ein Projekt mit der Fachhochschule Mainz.

Dabei können die Community-Mitglieder ihr Allergiebefinden in einem Online-Tagebuch dokumentieren und somit eine Selbstbeobachtung durchführen. Zum ersten Mal können auf diese Weise hochaktuelle medizinische Daten zu allergischen Reaktionen gewonnen und analysiert werden.

Für den Besuch beim Facharzt kann das Mitglied seine Einträge als Bericht ausdrucken. Zusätzliche Kommunikationsmodule wie Diskussionsforen und Blogs unterstützen den Wissensaustausch innerhalb der Community.

Die vom Community-Mitglied dokumentierten individuellen Beschwerden werden in Beziehung zur Pollenflugvorhersage in der Region gesetzt. Dem behandelnden Allergologen können somit wichtige Hinweise über den Krankheitsverlauf vorgelegt werden. Aufgrund dieser Informationen kann die Behandlung fortlaufend und transparent optimiert werden.

Erstmalig können mit dieser Plattform hochaktuelle medizinische Daten gewonnen werden. Diese erlauben eine differenzierte quantitative und qualitative Analyse der Verteilung von Allergikern in Deutschland. Die detaillierte Dokumentation der jeweiligen Symptome dient als Grundlage für die weitere Therapieplanung.
Wir haben uns bei diesem Projekt auf ein medizinisches Merkmal konzentriert, das eine sehr hohe Verbreitung in der Gesamtbevölkerung aufweist. Im Internetportal www.aktionsplan-allergien.de des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit ist zu lesen:

"Auf Atmungs- oder Lebensmittelallergene reagieren in Deutschland 41 Prozent der Kinder und Jugendlichen sowie immer öfter Erwachsene. Auch Kreuzallergien treten häufiger auf, das heißt, dass Menschen gleichzeitig zum Beispiel gegen Birkenpollen und Äpfel beziehungsweise Nüsse allergisch sind."

allergie.de - Pollenflugkarte mit den Beschwerden der Community (anonymisiert)

Abb. 1: Screenshot www.allergie.de. Dargestellt ist eine Pollenflugkarte, die anonymisiert mit den Beschwerden der Community-Mitglieder abgeglichen wird.

Allgemeine Zielsetzung des Projektes

  • Erfahrungsaustausch unter Allergiebetroffenen
  • Informationsaustausch zwischen Allergiebetroffenen und Allergologen
  • Analyse des Allergikerbefindens in Relation zur Pollenflugvorhersage
  • Gewinnung hochaktueller medizinischer Daten zu allergischen Reaktionen (deutschlandweit)
  • Analyse über Verteilung von Allergikern in Deutschland und deren Befinden (Geomarketing, Geobusiness)
  • bessere Betreuung der Patienten von der Allergie- in die Hyposensibilisierungsphase
  • Kostensenkung durch frühzeitige Prävention

Ablauf aus Sicht des Community Mitglieds

öffentlich zugänglich

  • Pollenflugkarte mit Verteilung der Beschwerden der Community (anonymisiert)
  • Karte basiert auf den Regionen des Deutschen Wetterdienstes
  • durch Zoomen in die Karte kann die Detailansicht bestimmt werden (Drill-Down-Funktion)

nach erfolgreicher Registrierung

  • Veröffentlichung weiterer Profildaten
  • pflegen des persönlichen Allergie-Tagebuchs
  • persönliche Analyse in Relation zur Pollenflugvorhersage
  • Druckfunktion Allergie-Tagebuch mit Tabelle und Diagramm (zur Vorlage beim Allergologen)

allergie.de - Persönliche Angaben in Relation zum aktuellen Pollenflug

Abb. 2: Screenshot www.allergie.de. Die persönliche Analyse auf Basis der eigenen Tagebucheinträge in Korrelation zur Pollenflugvorhersage.

Zielgruppen

  • Betroffene
  • Allergologen

Nutzen/Potential

Für Patienten ist es ein sinnvolles Werkzeug

  • ergänzend zur Therapie
  • im Rahmen der Diagnose
  • Selbstmonitoring durch Tagebuch
  • Ausdruck des Tagebuchs für den Arztbesuch

Motivation für den Allergologen

  • Nutzung der Auswertung bei Diagnose und Therapie
  • Patientenbindungswerkzeug
  • Erkennung von hochaktuellen Allergietrends
  • Qualitätssicherung

Kooperationsmöglichkeiten

Für Partner stehen verschiedene Kooperationsmöglichkeiten zur Auswahl. Sprechen Sie uns bitte an.

Initiator und Konzept

Fachhochschule Mainz / i3Mainz (Prof. Dr. Klaus Böhm, Geoinformatiker)

Fachliche Beratung

Dr. med. Matthias Herbst, Hautarzt, Allergologe, Darmstadt

Realisierung und Betrieb

health&media GmbH, Darmstadt

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