Kosmetik

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Wenn Cremes oder Parfüms nach dem Auftragen allergische Reaktionen hervorrufen, liegt möglicherweise eine Unverträglichkeit auf einen Inhaltsstoff vor. Perubalsam, Konservierungsstoffe, Emulgatoren und Lanolin sind häufige Allergieauslöser. Oft bewirken auch Essenzen, Öle oder synthetische Duftstoffe in Kosmetika eine allergische Reaktion (Kontaktekzem). Darüber hinaus können Auszüge von Arnika oder Kamille als Zusätze in Pflegecremes, Shampoos, Zahncremes, Sonnenschutzmitteln oder Badezusätzen bei entsprechender Veranlagung zu Allergien führen.

Bei Allergien auf Kosmetika handelt es sich meist um Kontaktallergien vom verzögerten Typ IV. Die Hautbeschwerden (Juckreiz, Rötung, Bläschen, Schwellungen, Schuppung) treten oft erst nach 24 bis 72 Stunden auf.

Allergenfreie Produkte

Was tun, wenn man als Allergiker auf Kosmetik nicht verzichten möchte? Allgemein gilt: Wird der Kontakt mit dem auslösenden Stoff vermieden, heilt ein allergisches Kontaktekzem normalerweise vollständig ab. Hilfreich für den Verbraucher ist eine entsprechende Kennzeichnung auf dem Produkt.

Produkte mit dem Logo des Deutschen Allergie- und Asthmabundes (DAAB) wurden eingehend getestet. Nähere Informationen finden Sie hier.

Die Seite „Allergiefreie Allergiker“ verweist auf Produkte für Kosmetikallergiker.

Interview

Ein Interview mit Dr. Silvia Pleschka, Dipl. Chemikerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin des Deutschen Allergie- und Asthmabundes e.V., zum Thema „Kosmetische Produkte – Allergie-Management ist möglich“ lesen Sie auf haut.de.

Mit Blick auf zugesetzte Duftstoffe ist folgendes zu beachten: Obwohl für Kosmetika eine Deklarationspflicht besteht, sind auf den Verpackungen häufig nur die übergeordneten Bezeichnungen ausgewiesen wie etwa „Parfum“ oder „Flavour“. Damit weisen die Hersteller zwar auf den Zusatz von Duftstoffen in ihren Produkten hin, erklären aber nicht, welche Einzelstoffe in welcher Zusammensetzung genau zugesetzt sind. Unter Umständen können auch diese Stoffe bei entsprechend sensibilisierten Personen zu allergischen Reaktionen führen. Lediglich 26 nachgewiesenermaßen hochallergene Duftstoffe müssen laut Kosmetikrichtlinie auf den Verpackungen einzeln mit ihrem INCI-Namen genannt werden, wenn die Duftstoffkonzentrationen in den Produkten bestimmte Werte überschreiten (z.B. in Shampoo mehr als 0,01%, in Lotionen, Make-up oder Sonnencremes über 0,001%).

In Drogerien und Apotheken gibt es eine Reihe duftstofffreier Kosmetika zu kaufen. Der DAAB entwickelt und prüft bereits seit Jahren mit verschiedenen Herstellern duftstofffreie Produkte. Informationen zu den Anwendertests gibt es auf der DAAB-Website.

Quellen

DAAB

haut.de

Allergiefreie Allergiker

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